Herzlich Willkommen bei WE.care

Unsere Haltung zu den Problemen unserer Zeit, wie Armut und soziale Ungleichheit, sind unverkennbar mit den Zielen dieses Vereins verbunden. Wir können die Welt nicht von heute auf morgen verändern. Jedoch können wir uns darum bemühen, sie stetig besser zu machen. Kein Bemühen bleibt wirkungslos, wenn man es mit ehrlicher Hingabe verrichtet.

WE.care hat sich primär der (zahn-)medizinischen Hilfe verschrieben. Ohne aber andere Themen, die in Entwicklungsländern bestehen, aus den Augen zu lassen. Unsere Satzung gibt hier genauere Informationen.

Wir freuen uns über aktive Unterstützung durch Zahnärzte, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen, Krankenpfleger(innen), Zahnarzthelfer(innen) und natürlich auch von nicht-medizinischen Menschen, die durch Spenden, Mitgliedschaft und Vereinsarbeit sich unseren Zielen anschliessen möchten.

Eines liegt uns persönlich sehr am Herzen: Ein wesentlicher Gedanke bei der Gründung des Vereins war und ist es, eine transparente Arbeit zu leisten. Spenden- und Vereinsgelder kommen dort an, wo sie wirklich gebraucht werden. Dafür stehen wir!

Euer Dr. Kashif Chughtai

MoU WE.care / Al Mustafa Trust unterzeichnet

Liebe Mitglieder, Unterstützer und Interessierte!

Es gibt sehr erfreuliches zu berichten: Nach knapp einem Jahr Verhandlungen zwischen der pakistanischen Wohltätigkeitsorganisation Al Mustafa Trust und WE.care konnte am 18. März 2018 nunmehr der Vertrag zur Zusammenarbeit (MoU) von beiden Seiten unterzeichnet werden. Dr. Yaqub Chughtai war als Vorstandsmitglied stellvertretend vor Ort in Karachi, um die Unterschrift für WE.care zu leisten.

Ziel der Zusammenarbeit ist es den Bedürftigen zunächst in der Region Karachi durch regelmässige zahnärztliche Camps zu helfen. Dabei unterstützt uns Al Mustafa Trust mit der Bereitstellung von Räumlichkeiten, Sicherheit und Personal vor Ort in den Stationen der Organisation.

Dem 2. WE.care Dental Camp vom 02. bis 06. Juli 2018 steht jetzt nichts mehr im Wege. Dieses wird in der Station in Clifton/Karachi stattfinden. Im Hintergrund der Verhandlungen wurden die Vorbereitungen für das Camp bereits begonnen. Da einiges an Equipment benötigt wird, haben wir zur organisatorischen Unterstützung Herrn Gerber von Pakistan – Hilfe zur Selbsthilfe e.V. wieder an Bord. Herr Gerber wird uns im Juli auch wieder beim Camp vor Ort unterstützen, wofür ich mich schon an dieser Stelle bei ihm bedanke.

Soweit ein kurzes, aber sehr erfreuliches Update von meiner Seite. Demnächst werde ich mich ausführlicher bei Euch mit einem Bericht zurückmelden.

Euer Dr. Kashif Chughtai

Besichtigung der Al Mustafa Trust Krankenhäuser in Karachi am 04.11.2017

Liebe Mitglieder, Unterstützer und Interessierte!

Heute am 04. November habe ich die Möglichkeit bekommen die 3 Standorte des Al Mustafa Trust hier in Karachi zu besichtigen. Muhammad Latif Butt (Bregadier Rtd.), der Verantwortliche für Al Mustafa Trust für die Region Sindh, zeigte uns die Standorte Clifton, Korangi und PECHS (Pakistan Employees Cooparativ Housing Society).

Auf Grund der geringen Zeit, die wir in den jeweiligen Standorten verbringen konnten, sollen hier nur die Wesentlichen Merkmale der drei Standorte dargelegt werden:

Clifton

  1. Der Standort ist gut erreichbar und liegt am Rande einer guten Wohngegend zu einem Armenviertel. Die Anreise von unserer Unterkunft in Karachi ist kurz und gut erreichbar (ca. 15 Min). Dieser Aspekt ist gerade im Hinblick auf eine effektive Zeitgestaltung und Arbeit in Karachi entscheidend. Man verbringt bzw. vergeudet keine Zeit mit langer Anreise und kann die Zeit am Patienten nutzen. Desweiteren müssen keine zusätzlichen Hotelkosten entstehen, da man in unserem Haus für die Zeit der Einsätze wohnen kann.
  2. Für die Bedürftigen, die in dem der Klinik gegenüberliegenden Armenviertel leben, ist der Weg kurz. Daher ist der Andrang in der Klinik gross. Die Zahnstation die dort betrieben wird, war zum Zeitpunkt der Besichtigung am Morgen gegen 11.00 Uhr mehr als ausgelastet. Eine Zahnärztin, die fest eingestellt ist, arbeitet von 9.00 Uhr bis 14 Uhr. Ca. 80 % der zahnmedizinischen Patienten sind weiblich. Das liegt vor allem daran, dass während der Öffnungszeiten der Zahn-Klinik die Männer ihrem Tageswerk nachgehen und sich nicht behandeln lassen können.
  3. Die Klinik ist in einem Haus untergebracht, das ursprünglich vom Erbauer als Seniorenheim angedacht war. Es wurde allerdings dann an den Al Mustafa Trust übergeben, die dort medizinische Basisversorgung anbieten.
  4. Der Behandlungsraum selber ist mit einer zahnärztlichen Einheit ausgestattet. Ein Autoclav B ist nicht gesichtet worden. Ich werde allerdings den Standort versuchen am 05.11.2017 nochmals zu besuchen, um eine genauere Inspektion durchzuführen. Zum Zeitpunkt des Besuchs fand gerade eine Behandlung statt.

Korangi 

  1. Der Standort liegt im östliche Teil der Stadt, ca. 30 Min von unserem Wohnort in DHA entfernt. Die Anreise kann allerdings aufgrund starken Verkehrsaufkommens auch länger sein. Die Gegend wird hauptsächlich von sehr armen Menschen bewohnt, die weder eine vernünftige Behausung haben noch eine suffiziente Infrastruktur bzgl. Strom, Wasser, Abwasser, Müllentsorgung. Entsprechend ist dies ein Standort im Nabel der Armut.
  2. Die Klinik in Korangi befindet sich derzeit noch im Bau. Eine Eröffnung ist für Ende 2017 geplant. Wir konnten dort die Räumlichkeiten für eine etwaige zahnmedizinische Einrichtung besichtigen. Uns wurden diese Räume zur Nutzung und Ausstattung angeboten.
  3. Der Vorteil dieses Standortes ist, dass man die zahnmedizinische Infrastruktur selber ausbauen kann. Qualität der Einrichtung und Art des Ausbaus können selbst bestimmt werden. Patienten sind genug da. Keine lange Anreise und damit Kosten für Patienten.

 

 

 

 

Abb.1. Solarversorgung der Klinik in Korangi                           Abb.2. Mögl. Behandlungsraum

PECHS (Pakistan Employees Cooparativ Housing Society)

  1. Dieser Standort ist ebenfalls in einem eng bevölkertem Stadteil im südosten der Stadt Karachi und man benötigt ca. 25 Min. von unserem Wohnort in DHA. Die Bewohner dieses Stadteils sind ebenfalls hilfsbedürftige, arme Menschen und leben unterhalb des Existenzminimums. Der Standort ist in Betrieb und verfügt neben der allgemeinmedizinischen Versorgung auch über eine zahnmedizinische Einrichtung mit einer zahnärztlichen Einheit. Ein Autoclav B ist nicht vorhanden, allerdings ein Dampfsterilisator, der auf dem Flur untergebracht ist. Ein Kompressor ist vorhanden und auch sonst können alle elektrischen Gegenstände durchgehend (teils bei Stromausfall auch mit Generator) betrieben werden.
  2. Die Zahnstation ist in dieser Klinik nicht vollständig ausgelastet. Der Leiter des Standortes teilt uns mit, dass es vor allem am fehlenden Bewusstsein für die Zahngesundheit liegt. Eine eigene Meinungbildung dazu war aufgrund der kurzen Verweildauer an dem Standort nicht möglich.
  3. Prinzipiell stünde uns auch dieser Standort für unsere Arbeit zur Verfügung.

 

Abb.3. Behandlungseinheit PECHS   Abb.4. v.l.n.r. Mr. Hadique, Mr. Latif, Dr. Chughtai, Mr. Hussain

Eine Entscheidung über den Standort bzw. Zeitpunkt und Umfang für ein zukünftiges Dental Camp hier in Karachi wird in der nächsten Vorstandssitzung erörtert werden müssen. Wir werden dazu ebenfalls Herrn Hans-Joachim Gerber von Pakistan – Hilfe zur Selbsthilfe e.V. mit in unser Team holen, um seine Erfahrung und Einschätzung zu dem Thema zu hören.

Soviel zum derzeitigen Stand der Dinge hier aus Karachi.

Euer Dr. Kashif Chughtai

Besprechung Al Mustafa Trust 30.10.2017/Rawalpindi/Pakistan

Liebe Mitglieder, Unterstützer und Interessierte,

um neue Partnerschaften für Kooperationen mit WE.care zu knüpfen, habe ich mich wieder nach Pakistan aufgemacht. Mit Hilfe von Herrn Hans-Joachim Gerber von Pakistan-Hilfe zur Selbsthilfe e.V. habe ich einen Termin mit der Charity Organisation Al Mustafa Trust (AMF) bekommen. Am 30.10.2017 konnte ich Herrn Mustafa Khan (Lt. General Rtd.), den CEO der Organisation treffen. Zusammen mit Herrn Gerber sprachen wir über mögliche Formen der Zusammenarbeit beider Organisationen. AMF ist eine Pakistan-weit agierende Organisation, die medizinische Basisversorgung in städtischen und vor allem ländlichen Bereich bereitstellt.

Ich habe Herrn Khan unsere Ziele als WE.care vorgestellt. Hier soll vor allem der von unserer Seite gewünschte Punkt der langfristigen Zusammenarbeit auf vertrauensvoller Basis und gegenseitigem Respekt hervorgehoben werden. Leider sind genau diese Punkte in der Vergangenheit bei geplanten Corporationen nicht erfüllt gewesen. Die AMF arbeitet seit 1998 sehr erfolgreich im karitativen Bereich. Die Organisation wird von ehemaligen Generälen geleitet. Dies stellt sicher, dass Korruption nicht geduldet wird und nicht ein Problem bei einer etwaigen Kooperation darstellt. Ich konnte nach dem Gespräch einen sehr positiven Eindruck mitnehmen.  Herrn Khan habe ich gebeten, mir einen Kontakt in Karachi zu vermitteln, um die dortigen 3 Stationen von AMF zu besichtigen. Er nannte mir Herrn Muhammad Latif Butt (Brigadier Rtd.), der für die Stationen in Karachi verantwortlich ist. Dort werde ich nach meiner Ankunft am 01.11.2017 mit Ihm Kontakt aufnehmen und die Stationen besichtigen.

Nach dem Meeting mit Herrn Khan im Headquarter von AMF im Al Mustafa Wellfare Trust Hospital in Rawalpindi sind wir zu unserem zweiten Meeting mit dem Leiter des Armed Forces Institute of Dentistry (AFID) ebenfalls in Rawalpindi ansässig gefahren. Hier konnten Herr Gerber und ich uns über den aktuellen Stand der Zahnmedizin in einem sehr fortschrittlichen Bildungsstätte mit eigener Hochschule für das Studium der Zahnmedizin informieren. Räumlichkeiten und technischer Stand sind sicherlich nicht mit deutschen Universitäten gleichzusetzen, stellen aber eine gute Basis für eine solide zahnmedizinische Ausbildung dar.

                                            Abb.1. AFID Behandlungssituation in der Zahnerhaltung

Im Anschluss an den Besuch des AFID haben Herr Gerber und ich uns auf den Weg nach Pindi Hashim gemacht. Der Ort liegt ca. 3 Fahrtstunden von Rawalpindi entfernt Richtung Ost-Südost an der sog. GT Road. Dort habe ich die Nacht verbracht und am Folgetag die Arbeit des deutschen Teams die den Gehörlosen helfen etwas beobachtet. Sehr interessant ist auch die Zusammensetzung des Teams, was unter der Regie von Herrn Gerber dort arbeitet. Ein HNO-Mediziner, eine Kinderärztin, zwei Hörgeräte Techniker und ein Sprachtherapeut. Eine sehr effektive Truppe, die bereits im letzten Jahr dort ein zweiwöchiges Camp absolviert haben. Eine tolle und sehr hilfreiche Arbeit die das Team um Herrn Gerber dort leistet. Meinen Respekt!

Ich werde mich die Tage aus Karachi wiedermelden, wenn ich die Krankenstationen dort inspiziert habe. Hoffentlich wird sich dort für uns eine langfristige Möglichkeit ergeben.

Bleibt uns treu und unterstützt uns im Sinne der zahlreichen unterprivelegierten Menschen hier in Pakistan!

                             Abb.2. v.l.n.r. Mr. Gerber, Mr. Khan, Dr. Chughtai, Mitarbeiter v. Mr. Khan

Euer Dr. Kashif Chughtai

Aktuelles aus Karachi 28.09.2017

Liebe Mitglieder, Freunde und Interessierte von WE.care e.V.!

Ich bin derzeit in Karachi/Pakistan, um u.a. neue Projekte für WE.care e.V. zu ergründen. Heute habe ich mich im deutschen Konsulat in Karachi mit Herrn Carsten Müller getroffen und mögliche Unterstützung seitens der deutschen Regierung durch das Konsulat zu erörtern. Da das Gespräch relativ kurzfristig zustande gekommen ist, konnten keine konkreten Projekte genannt oder gar vermittelt werden. Aber zumindest sind wir als WE.care nun auch im Konsulat in Karachi bekannt, nachdem wir uns im Juli in der Deutschen Botschaft in Islamabad vorgestellt und über die letzte Mission berichtet haben. Herr Müller wird sich in der nächsten Zeit mit dem Hintergrund der Informationen, die ich ihm über WE.care gegeben habe, umhören. Bei dem nächsten Besuch in Karachi werden wir uns spätestens wieder zusammensetzen und sehen was sich ergeben hat. Frau Shazia Shaikh, die schon länger im deutschen Konsulat arbeitet und eine beständige Ansprechpartnerin bleibt, auch wenn Herr Müller in einem Jahr versetzt werden wird, war bei dem Gespräch anwesend.

Die zweite Tageshälfte war die deutlich spannendere. Ich durfte ein Waisenheim aufsuchen. Den Kontakt hat meine in Karachi lebende Cousine vermittelt. Das Waisenheim sucht nach einem Zahnarzt, der die Kinder untersucht. Das habe ich mir natürlich nicht nehmen lassen. Im Stadtteil Defence View/Karachi liegt das Haus der  IQRA Sweet Home Foundation Trust. Es leben ca. 35 Kinder im Alter zwischen 2,5 und 17 Jahren in den 3 Häusern von IQRA. Wir hatten unseren Besuch, das heisst meine Cousine Laiba ,mein Cousin Omer und ich, um die Kids zu untersuchen. So standen sie alle mit frisch geputzten Zähnen erwartungsfreudig und strahlend vor mir. Was folgte waren ca. 90 Minuten Quality Time mit tollen Kindern und Jugendlichen. Ich habe die Kinder trotz fehlendem zahnärztlichem Equipment untersucht. Mit Kaffeelöffeln und einer Taschenlampe kann man auch zahnmedizinisch arbeiten. Im Anschluss an die Untersuchung haben alle Kinder eine Zahnbürste und Zahnpasta von uns erhalten, worüber sie sich alle sehr gefreut haben.

Es ist schon beeindruckend, das Kinder mit dieser Situation klarkommen müssen und auch klarkommen. Jeder der diesen Artikel liest und selber Elternteil ist, der weiss am besten, wie wichtig Eltern für Kinder sind. Ist die Mutter mal für Bruchteile einer Sekunde nicht sichtbar, hörbar oder fühlbar ist das Kind panisch. Diese Kinder hier aber haben niemanden mehr. In diesem Zusammenhang möchte ich die Arbeit der IQRA Sweet Home Foundation Trust loben und hervorheben. Ich werde mit dem Waisenheim in Verbindung bleiben und versuchen ihnen wo auch immer möglich zu helfen.

Ich persönlich habe durch diese Erfahrung wieder Bescheidenheit und Dankbarkeit empfunden. Es bleibt noch genug zu tun.

Wenn ihr euch für die Kinder engagieren wollt, in welcher Form auch immer, kann ich den Kontakt vermitteln.

Soviel für heute und jetzt. Bleibt nachdenklich, dankbar, neugierig und uns gewogen.

Euer Dr. Kashif Chughtai

Neuigkeiten von WE.care

Liebe Mitglieder, Interessiert und Freunde von WE.care,

am Samstag, dem 10.09.2017 haben sich der Vorstand bestehend aus Dr. Yaqub Chughtai, Ulrich Schroers, Dr. Raoul Rendchen und ich zu einer weiteren Vorstandssitzung getroffen. Themen waren unter anderem zukünftige Projekte zu definieren und eine Nachlese der letzten Aktionen durchzuführen. So wurde über unsere letze Aktion, einem Info-Stand auf dem Leostrassen-Fest am 01.09.2017 gesprochen und ein Resümee für zukünftige Aktionen dieser Art gezogen. Wir haben aber auch über zukünftige Projekte von WE.care diskutiert. Eine Vision für die Zukunft ist es  eine Zahnklinik auf Rädern anzuschaffen. Für das Projekt wird nun als ein Businessplan erstellt, um einen Eindruck über Kosten, laufende Kosten und Praktikabilität zu erhalten. Prinzipiell ist das die ideale Form der Hilfsausübung in Pakistan. Sie würde uns Unabhängigkeit und Mobilität erlauben, was gerade nach der letzten Erfahrungen sehr hilfreich wäre. Auf jedenfall wird es spannend bleiben!

Auf der anderen Seite möchten wir euch mitteilen, dass die Verhandlungen mit dem Creek General Hospital leider gescheitert sind. Das liegt massgeblich an den Verantwortlichen in diesem Krankenhaus. Wir haben uns sehr bemüht, eine Kooperation zu schliessen. Leider scheint dort die Interessenlage anders. Aber ich bin Ende September wieder in Karachi um andere potentielle Kooperationspartner zu treffen. Ich halte euch auf dem Laufenden.

Bis dahin, alles Gute

Euer Dr. Kashif Chughtai

Hier einige Eindrücke von unserem Stand auf dem Leostrassen-Fest am 01. September 2017